Alles begann im Städtischen Puppentheater Magdeburg. Dorthin ging Nicole Haase, 19jährig, als Regie - und Dramaturgieassistentin. Die Berlinerin wollte ans Theater! Die Bühnenmetropole in Ost - Berlin, mit Helene Weigel, Benno Besson, dem Deutschen Theater, der Volksbühne und dem Berliner Ensemble begeisterte sie von Jugend an.

Nicole Haase

Überraschend wurde sie im Puppentheater besetzt und spielte erste Rollen, übrigens mit technisch anspruchsvollen Stabpuppen.
Sie ging an die Theaterhochschule Leipzig und studierte 4 Semester Theaterwissenschaft. Dann wußte sie, sie will Schauspielerin werden. Nicole Haase studierte dies an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Noch als Studentin hatte sie ihren ersten Bühnenauftritt am Berliner Ensemble in „Blaue Pferde
auf rotem Gras“.
Angebote vom Staatstheater Schwerin, Theater Zwickau und dem Dresdener Schauspielhaus folgten, aber Nicole Haase blieb in Berlin und ging ein Engagement am Maxim Gorki Theater ein.

13 Jahre blieb sie als festes Ensemblemitglied und stand dort in 27 Rollen auf der Bühne. Sie spielte Autoren wie Molière, Shakespeare, Gorki, Horvàth, Fassbinder. In der Regie von Thomas Langhoff war sie zum Beispiel als Helena im “Sommernachtstraum“ zu sehen, sie spielte die Monachowa in Gorkis “Die Barbaren” oder die Baronin Sidonie von Grasenabb in “Die bitteren Tränen der Petra von Kant” von Faßbinder.

Seit 1995 freiberuflich, blieb sie noch zwei Jahre als Gast dem Maxim Gorki Theater treu. Dann führte Peter Ustinovs Stück “Endspurt” Nicole Haase mit dem Schauspieler Charles Regnier zusammen. Sie spielten ganze 224 Tourneevorstellungen dieser erfolgreichen Inszenierung. Theaterengagements brachten sie mehrmals nach Luxemburg, Frankfurt am Main, Augsburg, Hannover, Essen, Potsdam und ans Berliner Ensemble.

In den letzten Jahren wurde Nicole Haase zunehmend solistisch besetzt, so mit Frauenmonologen Joyce Carol Oates oder dem Solo ”Beim Aufräumen” des Argentiniers Jorge Goldenberg.



Nicole Haase

An der Berliner Volksbühne am Luxemburg - Platz hatte sie 1994/95 eine eigene Lesereihe über russische Dichterinnen in der Diktatur und die Russen im Berlin der 20er Jahre.

In der Dresdener literarischen Reihe “Dichterwort - Sprache der Welt” tritt sie seit 1987 jährlich mehrmals auf. So gründete Nicole Haase dann, ihren literarischen Interessen und solistischen Ambitionen folgend, 2002 ihre Unternehmung ”LeseTheater”.

Nicole Haase unterrichtete als Gastdozentin an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam - Babelsberg.

Für das Fernsehen arbeitet Nicole Haase seit 1982 und war u.a. in “Polizeiruf 110“,, “Barfuß ins Bett“ oder “Tölpelhans“ zu sehen. In neuerer Zeit spielte sie z.B. in Serien wie “Hallo, Onkel Doc“,“Auf alle Fälle Stefanie“, “Der letzte Zeuge”, “Landarzt“, im Fernsehfilm “Tanners letzte Chance” und in den Serien „SOKO Wismar“, "Hallo Robbie" und "Anna und die Liebe" mit.

2012 brachte Nicole Haase ihre Inszenierung "Verlassenes Haus" nach der Erzählung von Rochus Stordeur am "Theater am Rand" heraus. 2013 bearbeitete Haase den Roman "Gott ist zu langsam" von Walfriede Schmitt für die Bühne und inszenierte die Bühnenfassung sehr erfolgreich im "Theater am Rand". Beide Produktionen sind im Repertoire des "Theaters am Rand" und auf Gastspielen zu sehen.
2015 war Premiere von "Affenkäfig Berlin" mit Lyrik und Prosa von Kurt Tucholsky. Nicole Haase führte Regie, stellte die Texte zusammen und spielt an der Seite von Walfriede Schmitt. Ulrich Gumpert hat komponiert und spielt Klavier. Premiere war im Theater am Palais. 2016 hat Friederike Nölting für Walfriede Schmitt übernommen. "Affenkäfig Berlin" ist im "Theater am Rand" und im "Theater im Palais" auf dem Spielplan.
Seit 2016 spielt Haase in der Inszenierung "Stunde der Komödianten" am Neuen Theater Halle, am 24. September 2016 hat das Theaterstück "Birkenbiegen" von Oliver Bukowski mit Ihr an der Neuen Bühne Senftenberg Premiere.


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